Smalltalk als Selbstmarketing

erstellt am: 24.07.2017 | von: Jörg Unkrig

Smalltalk als Selbstmarkteing
Gerade, wenn man neu im Job beginnt, sollte man sich sehr bewusst machen, dass unser Erfolg nicht einfach nur mit unserer Leistung zu tun hat, sondern immer auch mit dem Ruf, der uns vorauseilt oder dem ersten Eindruck, den wir hinterlassen. Diesen zu revidieren oder gänzlich zu ändern ist häufig nicht einfach oder: schwer!

Kommunikatives Selbstmarketing

Viele stecken viel Zeit in jede Form von Marketing für andere, vergessen darüber aber häufig sich selbst zu präsentieren. Sich selbst verkaufen wird von vielen als unnötig angesehen oder ist verpönt, da das nur arrogante Schnösel machen. Dabei ist es wichtig und sehr einfach und beginnt schon mit dem persönlichen Gespräch. Hier kann man den ersten guten Eindruck hinterlassen. Und Gelegenheiten dafür bieten sich immer und überall. Am Morgen auf dem Parkplatz, in der Mittagspause oder auf dem Flur. Gespräche signalisieren, dass du aufgeschlossen bist, dich gerne austauschst und keine Angst hast.

Smalltalk

Smalltalk ist der ideale Beginn eines Gesprächs, sozusagen das „Warm up“. Generell bieten sich alle Themen – sogar das Thema Wetter – gut dafür an, außer: Krankheiten, Politik, Religion, Probleme, über andere schlecht reden. Diese Themen bergen einige Fallstricke für dich, denen du besser aus dem Weg gehst. Durch das zugewandte Gespräch nimmt dein Gegenüber dich wahr und je mehr man übereinander erfährt, umso wahrscheinlicher ist es, dass man Gemeinsamkeiten entdeckt und sich darüber wieder ein Stückchen sympathischer findet.

Wie geht’s?

Selbst diese Floskel kannst du nutzen um ins Gespräch einzusteigen. „Vielen Dank der Nachfrage, gut. Wie geht es Ihnen?“ Damit nimmst du die Frage auf und gibst sie zurück. Daraus kann sich eine Art Ping-Pong-Kommunikation entwickeln, solange man aktiv zuhört und mit passenden Fragen und Antworten das Gespräch in Gang hält.

Oberflächlich

Was oberflächlich wirkt, ist tatsächlich ein Gesprächseinstieg, aus dem du mehr machen kannst. Wenn du empatisch bist, wirst du schnell merken, ob dein Gegenüber darauf eingeht oder eher einsilbig wird. Auf jeden Fall merkt man, dass du aufgeschlossen bist und keine graue Maus, die sich schnell zurückzieht. Oberflächliche Freundlichkeit ist auf jeden Fall besser als gar nicht freundlich und zugewandt zu sein.

Reaktionen, mit denen du nicht gerechnet hast!

Dein Gesprächspartner hat deine Einladung zum Smalltalk angenommen und spricht ungenehme Themen an. Jetzt heißt es: AUFGEPASST! Wie zieht man sich am besten aus der Affäre? Zum Beispiel mit einem simplen: „Ach sorry“ – Blick auf die Uhr – „jetzt hätte ich doch glatt meinen nächsten Termin (wahlweise: ein wichtiges Telefonat) verpasst. Entschuldigen Sie bitte, ich muss weiter!“ Damit hast du dich charmat der Situation entzogen und auch deinem Gegenüber erspart, sich zu weit zu öffnen und etwas zu erzählen, was ihm im Nachhinein vielleicht sogar unangenehm ist.

Gesprächsannahme

Beginne mit einem Gruß, verbunden mit einem Lächeln, einem Augenkontakt. Gerade dann, wenn du in einem Unterordnungsverhältnis zu deinem Gesprächspartner stehst. So gibst du ihm die Möglichkeit dein Angebot zu einem Gespräch anzunehmen. Oder er signalisiert direkt, dass er jetzt keine Zeit hat. Wahrscheinlich bietet sich dann bald eine zweite Gelegenheit ins Gerspräch zu kommen. Meiner Erfahrung nach klappt es spätestens beim dritten Versuch mit der Person ins Gespräch zu kommen. Werde also nicht ungeduldig, sondern warte einfach ab.

Blamieren oder kassieren?

Gespräche sind immer eine gute Möglichkeit zu signalisieren, dass man Interesse am Unternehmen hat, das man engagiert ist und sich für seine Umwelt interessiert und Kontakt zu den anderen Mitarbeitern wünscht. Was, wenn man thematisch auf dem falschen Fuss erwischt wird? Zuhören ist immer eine gute Option, wenn man sich im Thema nicht so gut auskennt. Im Laufe des Gesprächs bietet sich oft ganz unverfänglich eine Gelegenheit das Thema zu wechseln oder eine Stelle aufzugreifen, bei der man auf bekanntes Terrain wechseln kann. Authenisch ist auch: „In diesem Thema kenne ich mich bislang nur wenig aus, es interessiert mich aber. Erzählen Sie doch etwas mehr davon!“ Denk‘ daran, dass viele Menschen ein oder mehrere Lieblingsthemen haben und gerne anderen davon erzählen, wenn man ein aufmerksamer Zuhörer ist. Damit kann man leicht Sympathiepunkte gewinnen und lernt zudem noch andere Bereiche kennen.
Keinesfalls solltest du ohne Ahnung mitreden, denn das wird dein Gegenüber schnell merken und dich (zumindest in diesem Thema) als imkompent einstufen.

Schüchtern?

Ca. 20 Prozent der Bevölkerung bezeichnen sich selbst als sozial schüchtern, nochmal soviele als zurückhaltend beim Gesprächseinstieg mit Unbekannten. Viele weichen also einem Gespräch zunächst aus und signalisieren ihre Ablehnung auch nonverbal. Gib‘ ihnen Zeit, sich auf die Situation einzulassen und überfordere sie nicht. Sätze wie: „Ich hole mir etwas zu trinken, darf ich Ihnen etwas mitbringen?“ oder auch „Könnten Sie mir zeigen, wo der Kopierer steht?“ sind ein sanfte Einstiege und brechen schnell das Eis. Reicht ein solcher Anstupser nicht aus, solltest du dein Gegenüber zunächst in Ruhe lassen und auf eine andere Gelegenheit zum Smalltalk warten.

Zur Sache!

Ist erstmal das Eis gebrochen, wirst du schnell wieder ins Gespräch kommen und kannst daran anknüpfen. Zeige Interesse, sei aufmerksam, merke dir den Namen und zumindest Teile der Gesprächsinhalte. Nach und nach werden die Kolleginnen und Kollegen in deinem Unternehmen merken, dass du echtes Interesse hast und Teil der „Familie“ werden willst. Nimm‘ an Veranstaltungen teil, mach‘ morgens auch mal Kaffee, bring‘ zum Geburtstag Kuchen mit, denn alle mögen das.

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  1. Jörg Unkrig sagt:

    Welche Tipps hast du, wie man Teil einer Belegschaft wird? Welche Erfahrungen hast du mit dem Thema Smalltalk gemacht?

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