Null Bock! – Die Sache mit der Motivation

erstellt am: 13.03.2017 | von: Jörg Unkrig



Meine Stammleserinnen und -leser kennen meine Lieblingsthemen: Kommunikation, Karriere und Führung. Seit einiger Zeit tritt ein weiteres Thema immer mehr in den Vordergrund: MOTIVATION. Dieses kleine, oftmals launische Ding, das mich antreibt Ziele in Angriff zu nehmen, durchzuhalten oder trotz dessen einfach auf der Couch sitzen zu bleiben und zu denken:
„Du kannst mich mal!“ oder „Lass‘ mich doch einfach mal in Ruhe, du Nervensäge!“

Basis

Motivation ist die Grundlage von allem und ist immer dann Thema, wenn wir unsere Bedürfnisse befriedigen wollen: Essen, Trinken, Schlafen, Sicherheit oder Soziales. Aber auch für die nächste Stufe wie zum Beispiel Geltung oder Selbstverwirklichung. Positives Denken allein bringt uns in aller Regel nicht dazu, aufzustehen und unsere Wünsche und Träume umzusetzen. Oftmals ist es so, dass je mehr Hindernisse vor uns liegen und wir diese Stück um Stück überwinden, je mehr sind wir motiviert, weiter zu machen und nachhaltig unser Ziel zu verfolgen. Wahrscheinlich, weil wir im Rückblick sehen (und stolz darauf sind), was wir schon alles geschafft haben.

Go for it!

Ohne Sinn ist alles sinnlos. Wir müssen uns Ziele setzen, die uns anspornen und die wir erreichen möchten, aber auch können. Das muss gar nichts Großes sein, sondern schon kleine Dinge reichen aus, Ansporn (Motivation) zu sein. In der Arbeit zum Beispiel, wenn Sie mit einer guten und ausführlichen Beratung einen Kunden von Ihem Produkt überzeugen konnten. Oder – bei Nichtkauf – er sich von Ihnen trotzdem gut und fair beraten fühlte und sich dafür ehrlich bedankt. Ich verspreche Ihnen: Ein so beratener Kunde wird wieder den Weg zu Ihnen finden!

Ziele setzen!

Zunächst müssen Sie herausfinden, was Sie eigentlich genau wollen. Dazu müssen Sie sich Zeit nehmen und genau hinschauen. Machen Sie sich dazu eine Zeitleiste: Welche Ziele möchte ich kurzfristig erreichen, welche kommen danach und was setze auf „langfristig zu erreichende Ziele“.

Beispiele:

Kurzfristig: Mehr Zeit für mich! Heißt: Zweimal in der Woche pünktlich das Büro verlassen!
Mittelfristig: Nächsten Step auf der Karriereleiter! Heißt: Fortbildung im Bereich Kommunikation buchen oder Mentor suchen!
Langfristig: Gesichert in die Rente gehen können! Heißt: Monatliche Rücklagen bilden, die sich in den nächsten 20 Jahren aufsummieren.

Think negativ!

Wer immer nur positiv denkt, erreicht meist weniger als jemand, der realistsich oder sogar tendenziell negativ denkt. Das könnte auch daran liegen, dass sich der immer positiv Denkende schon gedanklich am Ziel wähnt und deshalb weniger engagiert ist. Meist ist aber noch deutlich Luft nach oben vorhanden. Zudem sollten Sie sich bewusst Deadlines setzen, denn ohne sie haben Sie kein Ende vor Augen.Wer aber eine lange Strecke vor sich sieht, zögert meist schon vor dem ersten Schritt, weil das Ziel unerreichbar scheint. Step by Step ist hier die richtige Strategie, die Sie Ihrem Ziel näher kommen lässt. Alte Weisheit dazu: „Auch die längst Reise beginnt mit dem ersten Schritt“!

Sparring!

Allein fühlt man sich schneller antriebslos oder hilflos. Suchen Sie sich also jemanden, der das gleiche oder ähnliche Ziele hat. Ich nenne das Sparringspartner. Sie werden selbst schon im Sport erlebt haben, dass es wesentlicher einfacher ist, täglich joggen zu gehen, wenn einen ein Trainingspartner erwartet oder an die Laufeinheit schon am Vortag errinnert. Am besten, der Sparringspartner ist ein bisschen weiter oder besser als wir selbst und kann uns aus einem Tief mitreißen.
Seit einigen Jahren arbeite ich als professioneller Sparringspartner und motiviere meine Partner einfach dadurch, dass ich da bin, an Ziele erinnere oder in Erinnerung bringe, was man sich vorgenommen hat.

Selbstwirksamkeit erleben!

Schauen Sie mal auf Ihr Leben zurück! Wann hatten Sie Ihre größten persönlichen Erfolge? Ich wette, Sie werden beim genauen Hingucken feststellen, dass dies immer dann der Fall war, wenn Sie selbst viel gestalten konnten und nicht nur mitgelaufen sind. Stimmt’s? Das heißt aber auch, dass wir konkret nach Verantwortungsübernahme streben sollten. Landläufig nennen das viele meiner Trainerkolleginnen und -kollegen „Verlassen der persönlichen Komfortzone!“ Treten Sie also aus dem Windschatten anderer rausraus und ziehen Sie vorbei.

I love me-Wall!

So aufgestellt erreichen Sie Ihre Ziele fast spielend. Jetzt heißt es: Feiern Sie (sich), was das Zeug hält.
In Amerika gibt es in der Armee einen tollen (Motivations-)Brauch: Bauen Sie sich für Ihr Büro oder für zu Hause eine kleine „I LOVE ME“ – Wall. An diese kommen dann Bilder, Urkunden, Auszeichnungen, Orden Ihrer eigenen, ganz persönlichen Erfolge. Gegenstände, die für Sie und Ihre erreichten Ziele von Bedeutung sind. Sie werden begeistert sein, wenn Sie diese Wand in 20 Jahren betrachten. Und – ich weiß es aus ganz eigener Erfahrung – jeder Blick darauf, wird Sie motivieren. Besonders dann, wenn Sie sich gerade in einem Motivationsloch befinden.

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  1. Jörg Unkrig sagt:

    Was würden Sie direkt heute an Ihre ganz persönlich !I LOVE ME“ – Wall hängen?

  2. Gregor Heise sagt:

    Um dauerhaft motiviert zu bleiben, würde ich einer Führungskraft empfehlen, stark an sich selbst und seinen Selbststeuerungskompetenzen zu arbeiten. Das kann man unter dem Stichwort „Selbstführung“ zusamenfassen. Dazu habe ich einen Artikel verfasst, den ich mir erlaube hier zu verlinken: http://www.heisetraining.at/wpblog/fuehrungserfolg-durch-selbstfuehrung/

    Liebe Grüße
    Gregor

    1. Hallo Gregor,

      danke für deine Tipps!

      BG

      Jörg

  3. „Thing negativ.“

    Für mich ist das eine Sache der Klarheit: Positiv denken sollte ja nicht bedeuten, dass man sich selbst einlullt. Es sollte – meiner Ansicht nach zumindest – bedeuten, dass man es schaffen kann.
    Dabei gibt es halt nun mal bei großen Zielen einen Anteil Selbstdisziplin.
    Realitätsverlust dagegen hat mit positivem Denken wenig zu tun.
    Meiner Wahrnehmung nach erkennt man hieran auch die seriösen Erfolgstrainer: Sie leugnen diesen Anteil nicht.
    Ich finde, dass auch ein Umgang mit Stil von Klarheit lebt. Man nimmt sein Gegenüber ernst. Deshalb setzt man sich ernsthaft mit ihm auseinander.

    1. Hallo Patrizia,

      danke für deine Ein- und Ansichten zum Thema. Motivation ist ein sehr komplexes Thema, da gibt es nicht einfach schwarz und weiß, sondern man (der Trainer, Berater, Mentor) muss sehr individuell auf Motivation schauen.

      BG

      Jörg

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