In der Flirt-Falle: Wenn Geschäftspartner Freundlichkeit falsch verstehen

23. Oktober 2016

| Jörg Unkrig

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Gut zuhören, Interesse bekunden, offen auf den anderen eingehen – diese Kommunikationsregeln helfen, Geschäftsbeziehungen positiv zu gestalten. Doch was ist, wenn professionelle Zuwendung als persönliches Interesse ausgelegt wird? Dann schnappt die Flirt-Falle zu.

Immer noch sind es eher die Frauen, die im Geschäftsleben bewusst mit ihrer körperlichen Wirkung umgehen müssen. Coach Suzana Janosevic aus Basel kennt das Phänomen aus Gesprächen mit einigen ihrer Klientinnen. „Die Frauen möchten besonders nett und höflich sein. Manchmal senden sie dadurch Signale, die männliche Gesprächspartner dann fehlinterpretieren.“ Sie betont, dies hänge keineswegs von der Kleidung ab.
„Das passiert Frauen im Hosenanzug genau so wie im Kostümchen oder im flotten Minirock.“ Sie fügt hinzu: „Auch auf höchster Ebene kommt es durch Fehlinterpretationen von Verhalten zu Übergriffen. Spitzen-Managerinnen verschweigen diese Probleme aber lieber, weil das Aufdecken sehr negative Konsequenzen haben könnte.“ Dazu gehöre beispielsweise die Gefahr, dass der Geschäftskontakt durch eine zu brüske Zurückweisung gefährdet werde – oder auch ein der Laufbahn wenig förderliches „Zicken-Image“.
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