1440 – Die Geheimnisse besonders produktiver Menschen

erstellt am: 16.05.2017 | von: Jörg Unkrig



Was unterscheidet eigentlich besonders erfolgreiche, produktive Menschen vom Durchschnitt? Wie machen diese Menschen das eigentlich genau? Und wie kann ich selbst diese Erkenntnisse nutzen und erfolgreicher (im Sinne von produktiver) werden. Erstmal muss man natürlich wissen, was den Unterschied ausmacht, dann für sich übersetzen und für sich individuell und nachhaltig umsetzen. Das ist übrigens gar nicht so schwer und gelingt sehr gut.

24 oder 1440

24 Stunden hat mein Tag, ihrer wahrscheinlich auch. Und egal, was wir machen, es werden nicht mehr!? Vielleicht doch. Teilen Sie Ihren Tag einfach mal in Minuten ein. Das sind dann schon 1440. Wow! Musste selbst gerade schlucken, wieviel mehr sich das anhört. Man hat also doch sehr viel Zeit am Tag. Hört sich zunächst bescheuert und kleinlich an, ist es aber nicht. Diese andere Zeiteinteilung macht bewusst, das ein Tag viel Zeit für Entscheidungen bietet, wenn Sie mal bedenken, dass Sie häufig für Entscheidungen nicht Stunden, sondern nur Minuten brauchen. Zum Beispiel, den längst fälligen, immer wieder aufgeschobenen Anuf tätigen und dann tief durchatmen, dass man ihn endlich erledigt hat. Oder mal eine Minute zurücklehnen und entspannen und damit Kraft und Energie tanken. Nutzen Sie Ihre Zeit!

MIT

Mit? Mit was? MIT bedeutet Most Important Task! Jäger kennen den Spruch: „Wenn du zwei Hasen gleichzeitig fangen willst, fängst du keinen!“ Konzentration ist also gefragt. Sich auf die wichtigste Aufgabe zu focussieren, diese konsequent zu verfolgen und umzusetzen ist wichtig. Stellen Sie sich nur mal vor, Sie könnten das. Damit schaffen Sie 20 MIT pro Monat. Gewaltig, wenn Sie mal betrachten, wieviele MIT Sie bislang wirklich geschafft haben. Und wenn es pro Monat nur 5 bis 10 wären, hätten Sie immer noch eine überdurchschnittlich Erfolgsquote. Wetten?

Morgen ist doch auch noch ein Tag

„Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf Morgen!“, sagte meine Oma Minna immer. Nervig, wenn man Kind ist und ganz andere Dinge im Kopf hat. Aber, und da muss ich Abbitte leisten, Oma Minna hatte so was von Recht. Aber was machen, wenn der innere Schweinehund anklopft und uns mal wieder sabotieren will?

– Malen Sie sich die positiven und negativen Konsequenzen Ihres (Nicht)Handelns aus. Machen Sie es sich bewusst, was Sie verpassen, wenn Sie nicht handeln.
– Suchen Sie sich einen Verbündeten, der Sie motiviert, antreibt und mitzieht oder MITzieht. Zu zweit gegen den inneren Schweinehund ist so gar nicht unfair!
– Bestrafen Sie sich, wenn Sie Pläne nicht einhalten oder umsetzen und – noch wichtiger – belohnen Sie sich, wenn Sie es getan haben.
– Bleiben Sie flexibel, wenn es tatsächlich nicht anders geht, akzeptieren Sie das Unvermeintliche und erlauben Sie sich, Prioritäten zu verändern. Handeln Sie aber immer bewusst.

Pling, pling

Informationsüberfluss ist Aufmerksamkeitskiller Nummer 1, Tendenz zunehmend. Im Durchschnitt lenken uns eingehende Mails mehrere Minuten von unserer Arbeit ab und unterbrechen unsere Aufmerksamkeit deutlich (bis zu 30 Minuten). Das Wiederzurückkehren zur aktuellen Aufgabe ist schwieriger als viele denken.
Was also tun? Schalten Sie die Benachrichtigung eingehender Mails ab und schauen Sie nur drei bis fünfmal pro Tag in ihr Mailkonto, am besten zu festgelegten Zeiten. Vermeiden Sie selbst das Versenden unnötiger Mails an andere, gerade der Sammelverteiler sollte für Sie die absolute Ausnahme sein. Legen Sie sich eine gute Struktur an und sortieren Sie Mails direkt Ordnern und Aufgaben zu. Entspannt total!

No more Meetings, please

Vernetzung, Abstimmung, Treffen – unbedingt nötig, aber im wahrsten Sinne zu viele Informationen, die wir häufig für unsere eigene Arbeit gar nicht brauchen. Ich sage immer „unnützes Wissen“. Fragen Sie mal nach Meetings, wer wieviel wirklich davon braucht oder was man auch unter vier Augen (F2F) hätte klären können. Sie werden erstaunt sein, wie viel oder wenig das ist. Face to Face ist häufig effektiver und hat mehr Qualität als Meetings mit einer Vielzahl von Zuhörern. Wird häufig aber gemacht, weil „es schon immer so war“, es dem eigenen Ego schmeichelt oder nach außen signalisieren soll, wie „busy“ die Abteilung ist oder auch „hier sind immer alle auf Stand“ (sind es aber nicht, oft das Gegenteil, weil wichtiges nicht so wahrgenommen werden kann) oder noch schlimmer „das hätten Sie aber wissen müssen, wir haben das im Meeting vor drei Jahren mal kurz angesprochen“.

Volle Power

Zeit bleibt zwar Zeit, die wir nicht vergrößern können. Was wir verändern können, ist wie qualitativ wir unsere Zeit nutzen. Was noch geht, ist unsere Effektivität (unser Energielevel) besser nutzen. Dazu benötigen Sie gesunde Ernährung, ausreichend Entspannung und Schlaf. Wir wechseln immer von An- nach Entspannung, vom Energie- in den Erschöpfungsmodus. Supersportler sind ca. 25 Minuten im konzentrierten High-Energie-Level, dann wieder ca. fünf Minuten in der Entspannung. Mehr ist möglich, setzt aber einen guten Trainingszustand voraus.

Hilfe

Wenn Sie sich Termine, Inhalte von Besprechungen oder Ideen immer nur merken wollen, kostet Sie das (unnötige) Energie. Und häufig geht es auch noch schief (Termin vergessen, Inhalte falsch wiedergeben, innovative Ideen bleiben unberücksichtigt). Nehmen Sie sich immer ein Notizbuch mit und nutzen Sie es auch. So trainieren Sie auch zeitgleich noch Ihre Schrift. Direkt etwas notieren, entlastet Ihr Gehirn und Sie schaffen direkt Ordnung. Investieren Sie in ein schönes Exemplar, damit Sie daran auch Freude haben.

Goldene Regel

Wenn Sie etwas sofort und innerhalb fünf Minuten erledigen können? Tun Sie es sofort und schieben Sie es nicht auf!
Effektive Bauarbeiter haben übrigens auch eine goldene Regel: Lege deine Arbeit so an, dass du nichts zweimal anfassen musst!

Meine Buchempfehlungen zu dem Thema

Mit diesen Tipps mehr auch im Buch „15 Secrets Successful People Know About Time Management“ von Managementprofi Kevin Kruse – werden Sie garantiert produktiver und damit erfolgreicher.

Zwei Artikel aus dem Buch -„Mit Biss ins Business“ (Herausgeberin: Dr. Birgit Lutzer/ www.workscout.biz) – stammen aus meiner Feder und beschäftigen sich mit Karriere und den verhassten Montagen. Darin finden Sie zudem viele interessante Gastbeiträge produktiver Autorinnen und Autoren.

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  1. Jörg Unkrig sagt:

    Welche goldenen Regeln haben Sie für sich aufgestellt?

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